24.2014 | 41

Isolde Braune, Die Oper Schwarzschwanenreich von Siegfried Wagner. Eine Werkanalyse (Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte der Musik, 9), Freiburg: Centaurus 2013, 593 S. ie von Gisela Dischner betreute, umfangreiche Diss. (S. 593) bietet eine literaturwissenschaftliche Analyse von Siegfried Wagners op. 7: „Dieses Werk, musikalisch stehend zwischen Spätromantik und Moderne, leitet sein Entstehen her aus persönlichem Erleben, eingekleidet in ein historisch-mythisches Gewand“ (S. 11). Ein Einleitung (S. 11-22) weist auf Beziehungen zur christlichen Lehre, Architektur und katholischen Liturgie (S. 14-21) sowie zur „Feuerrsymbolik Heraklits“ hin (S. 22).Der etwas heterogene erste Teil (Werkeinführung, S. 23-167) bietet zunächst einen Forschungsbericht (S. 24-43), der …

lasalvia24.2014 | 41

24.2014 | 40

Oswald Panagl, Arthur Schnitzler und Oscar Straus, aus: Arthur Schnitzler und die Musik, hg. von Achim Aurnhammer – Dieter Martin – Günter Schnitzler (Akten des Arthur Schnitzler-Archivs der Universität Freiburg, 3 / Klassische Moderne, 22), Würzburg: Ergon 2014, S. 69-78 erweist auf die außerordentliche musikal. Bildung Schnitzlers (S. 69f.), bespricht Strausens (nach Schnitzlers Tod entstandenes) selten (wenn überhaupt, S. 73) aufgeführtes „Stück mit Musik“ Liebelei, in dem „die Unterschiede in Aussage und Genre gegenüber dem losen Gerüst der Gemeinsamkeiten“ dominieren (S. 72), und das „Marionettenspiel“ Der tapfere Cassian (UA Leipzig 1910; Wien 1912, S. 75; „Musik des Jugendstils“, S. 76). …

lasalvia24.2014 | 40

24.2014 | 39

Marianne Zelger Vogt – Heinz Kern, Strauss, Der Rosenkavalier (Opernführer kompakt), Kassel: Bärenreiter / Leipzig: Seemann Henschel 2014, 116 S. ach Mozart, Verdi, Wagner und Puccini würdigt die neue Reihe (s. zuletzt hier 23,36-38) in einem der beiden Bände, die das Dutzend voll machen (zum anderen s.o.,##) erstmals Richard Strauss. Nach dem bereits bewährten Schema zeichnet das erste Kapitel die Biographie des Komponisten in den Grundzügen nach (S. 9-25), es folgt eine Zeittafel (S. 26-30). Das zweite Kapitel (S. 31-43) behandelt die Entstehungsgeschichte der Oper (Quellen, S. 32f. [die Faublas-Operette L’Ingénu libertin von Louis Artus (Buch) und Claude Terrasse ist …

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24.2014 | 38

Sullivan-Journal. Magazin der Deutschen Sullivan-Gesellschaft, Nr. 9 (Juni 2013), 68 S. Sullivan-Journal. Magazin der Deutschen Sullivan-Gesellschaft, Nr. 10 (Dez. 2013), 68 S. Sullivan-Journal. Magazin der Deutschen Sullivan-Gesellschaft, Nr. 11 (Juni 2014), 92 S. ie substantielle neunte Ausgabe des Journals (s. zuletzt hier 23,44f.) ist der Studienzeit des Komponisten am Leipziger Konservatorium (1858-1861) gewidmet. Meinhard Saremba (Zwischen Tradition und „Zukunftsmusik“. Sullivans Studienjahre und das Kulturleben in Leipzig, Teil 1, S. 2-58), u.a. zum Mendelssohn-Stipendium (Sullivan war der erste, der es erhielt, S. 4f.), zum Leipziger Musikleben (S. 11-16), den Lehrern Sullivans (S. 14-27; u.a. Ignaz Moscheles, S. 19) und ausführlich zur …

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24.2014 | 37

Arrigo Boito, Il primo Mefistofele a cura di Emanuele d’Angelo, Venezia: Marsilio 2013, 222 S. rgänzend zu seiner Monographie (s.o.) legt Emanuele d’Angelo eine neue Edition der Erstfassung des Mefistofele-Librettos (1868) vor. Der einleitende Essai (S. 7-49) zeichnet die Genese des Werkes nach: Boito habe ursprünglich zwei Opern geplant, die erst 1867 zu einer vereinigt worden seien (S. 11f.). Das Buch, das es auf etwa ein Zehntel des Umfangs von Goethes Faust-Dichtung bringt, ist wesentlich eine Zitatmontage (S. 16; detaillierter Vergleich mit der Vorlage S. 17-24), obwohl Boito „modifiche radicali“ vornimmt (S. 19). Das Fiasko der Uraufführung wird ausgiebig kommentiert …

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24.2014 | 36

Emmanuele d’Angelo, Arrigo Boito drammaturgo per musica. Idee, visioni, forma e battaglie. Prefazione di Michele Girardi, Venezia: Marsilio 2010, XVII + 317 S. ie Monographie (die auf der Diss. des Verf. – 2006 – basiert, s. S. XIV) behandelt in drei großen Kapiteln Boitos Beziehungen zum Musiktheater (vgl. die Einl., S. XIII-XV): Boito e il teatro musicale /S. 3-89) verfolgt (mit vielen aussagekräftigen Zitaten) die Entwicklung von Boitos Opernkonzeption bis in die 1870er Jahre: elitärer Kunstbegriff (S. 14 und passim); die erste von insges. sechs Libretto-Analysen ist Amleto (für Franco Faccio) gewidmet (S. 16-21: Dante als sprachlich-stilist. Vorbild, Reformpläne); gezielte …

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24.2014 | 35

Musicalia. Časopis Českého muzea hudby. Journal of the Czech Museum of Music, 1/2 / 2011, 158 S. ieses Heft (das uns nach der Ausgabe 2012, s. hier 23,40, erreichte) setzt einen Schwerpunkt bei der Korrespondenz von Antonín Dvořák: David R. Beveridge präsentiert und kommentiert sechs neu entdeckte Briefe, die der Komponist 1889/90 mit dem Repräsentanten des Verlags Novello wechselte (engl. Fassung S. 27-46; sie betreffen die Veröffentlichung des Requiem, der Achten Symphonie und der D-Dur-Messe; beigegeben sind drei Briefe des Verlags an andere Adressaten) und erstellt ein Verzeichnis von 94 Briefen, die seit Abschluß der zehnbdigen Edition von Dvořáks Korrespondenz …

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24.2014 | 34

Alexander Moszkowski, Schultze und Müller im Ring des Nibelungen. Satiren über Richard Wagner 1881/1911. Neu hg. von Heiko Jacobs. Mit einem Vorwort von Andor Izsák, Hildesheim – Zürich – New York: Georg Olms 2013, 85 + 96 + [56] S. ls ein besonders willkommener Ertrag des Wagner-Jahrs erscheint dieser Nachdruck von Satiren (bzw. Partodien), die im Mai 2013 bei einem Konzert in der Villa Seligmann (Haus der jüdischen Musik) in Hannover vorgestellt wurden (vgl. S. 8), das vom Herausgeber Heiko Jacobs geleitet wird. Seine substantielle Einführung (S. 11-81) stellt den Autor, den jüdischen „Satiriker und Philosophen“ (S. 17) Alexander Moszkowski …

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24.2014 | 33

Richard Wagner et la France. Actes du Colloque international des 13, 14  et 15 février 2013 à l’Institut Historique Allemand de Paris publiés par les soins de Danielle Buschinger et Jürgen Kühnel (Médiévales, 55), Amiens: Presses du “Centre d’Études Médiévales” Université de Picardie – Jules Verne 2013, [VI] + IV + 195 S. nter den zahlreichen Wagner-Tagungen im Jubiläumsjahr war auch ein (hochkarätig besetztes) Symposion in Paris, das sich mit Richard Wagners Beziehungen zu Frankreich beschäftigte. Die (wie meist bei Danielle Buschingers Unternehmungen) erfreulich schnell publizierten Akten bieten siebzehn Beiträge.Charles Arden (Wagner, critique musical à Paris, S. 1-12) rekapituliert recht …

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24.2014 | 32

Dominique Catteau, Richard Wagner et ses philosophies, Paris: Connaissances et savoirs 2013, 147 S. ominique Catteau nähert sich Wagners ‚Philosophien‘ vom Standpunkt des (zünftigen) Philosophen (S. 9): Nacheinander setzt er die frühen Bezugspersonen Adolf Wagner, Christian Weisse und Franz von Baader (S. 13-25), dann Bakunin, Proudhon und vor allem Feuerbach (S. 39-49), zuletzt Schopenhauer (S. 51-88), Nietzsche (S. 88-107), Hegel (S. 109-126) und Platon (S. 127-142) zu Wagner in Beziehung.Der Verfasser wirft den Musikologen vor, philosophische Dilettanten zu sein (S. 8f.; von den vielen Literatur- und Theaterwissenschaftlern, die über Wagner geforscht haben, ist in diesem Zusammenhang nicht die Rede), er …

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