Lektüre-Notizen 06.1999

*Françoise Escal, Aléas de l’œuvre musicale (Collection savoir: cultures), Paris: Hermann, éditeur des sciences et des arts 1996, xxiii + 295 S. Die Idee ist bestechend: Françoise Escal untersucht für den Bereich der Musik das, was G. Genette (im Zusammenhang mit der Analyse literarischer Phänomene) ‘Paratexte’ nennt (vgl. S. ix): Verbale und nonverbale Kommentare, Erläuterungen, Hinführungen zum Werk, z.B. Widmung, Motto, Vorwort u.ä. im Partiturdruck, aber auch Konzertplakate, Texte auf Schallplatten-Hüllen und anderes mehr. Erwartungsgemäß sind die Beispiele eher der Instrumentalmusik als dem Musiktheater entnommen; der Textsorte ‘Programmheft-Beitrag’ ist kein eigener Abschnitt gewidmet. Unter den nonverbalen Erläuterungen (S. 1-64) werden …

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Lektüre-Notizen 05.1998

Bárbara P. Esquival-Heinemann, Don Quijote’s Sally into the World of Opera. Libretti between 1680 and 1976 (Studies on Cervantes and His Times, 2), New York etc.: Peter Lang 1993, 176 S. Vgl. Archiv für d. Studium der neueren Sprachen 234 (1997), S. 212-214. Claudio Monteverdi und die Folgen. Bericht über das Internationale Symposium Detmold 1993, hrsg. von Silke Leopold und Joachim Steinheuer, Kassel – Basel – London – New York – Prag: Bärenreiter 1998, 497 S. Der Band gliedert sich in zwei Teile: Quellen der Monteverdi-Rezeption in Europa (8 Beiträge) sowie Monteverdi und seine Zeitgenossen (15 Beiträge); hier sollen nur …

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Lektüre-Notizen 04.1997

Borchmeyer u.a., Libretto, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik begründet von Friedrich Blume. Zweite, neubearb. Aufl. hrsg. von Ludwig Finscher, Sachteil, Bd 5, Kassel etc. 1996, Sp. 1116-1259 Mehr als ein Dutzend Autoren haben zusammengewirkt, um Ersatz für A.A. Aberts Artikel Libretto in der alten MGG (Bd 8, 1960, S. 708-728) zu schaffen, dem man sein Alter von fast vierzig Jahren deutlich anmerkt, obwohl er seinerzeit sicher verdienstvoll war. – D. Borchmeyer hat die schwierige Aufgabe übernommen, die „Textform“ des Librettos allgemein zu umreißen (Sp. 1116-1123). Es gelingt ihm, ausgehend von repräsentativen Zitaten aus Primär- …

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Lektüre-Notizen 03.1996

  *Ulrich Weisstein, Böse Menschen singen keine Arien. Prolegomena zu einer ungeschriebenen Geschichte der Opernzensur, in: Zensur und Selbstzensur in der Literatur, hrsg. von P. Brockmeier und G. R. Kaiser, Würzburg: Königshausen & Neumann 1996, S. 49-73 Geht aus von allgemeinen Beobachtungen und begrifflichen Klärungen zum Wesen der Zensur. Im Anschluß an eine österreichische Denkschrift von 1795 werden Religion, Politik und Moral als jene Themenbereiche benannt, auf die sich die Aufmerksamkeit der Zensoren konzentriert (S. 60), während Verstöße gegen ästhetische Normen kaum sanktioniert werden. Die verschiedenen Aspekte der Zensurproblematik werden mit bekannten und weniger bekannten Beispielen aus Opern u.a. von …

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